"Bewegende Therapiemomente" von Martina Schneider im Magazin Naturheilpraxis, Januar-Ausgabe 2014
60 Jahre ist er alt geworden. Seit 25 Jahren arbeitet er als Heilpraktiker, seit 20 Jahren mit einer eigenen Methode, in der sich inzwischen bundesweit mehr als 6000 Therapeuten haben ausbilden lassen: Burkhard Hock hat einige Gruende zu feiern - nur kaum Zeit dazu.
Das Konzept des Heilpraktikers Burkhard Hock hat einen Ansatzpunkt: das schief stehende Becken.
Fuer den Therapeuten aus dem bayerischen Berchtesgaden steht fest: "Probleme unter anderem mit der Huefte, dem Knie und der Wirbelsaeule sind meist auf einen Beckenschiefstand zurueckzufuehren." Dessen haeufigste Ursache: ein Sturz. Das Fallen auf einen der beiden Sitzbeinhoecker fuehrt dazu, dass das Hueftbein der selben Seite rotiert und das Iliosakralgelenk (ISG) blockiert.
"Wichtig ist", sagt Hock, "dass moeglichst zuegig korrigiert wird; sonst beginnt die Wirbelsaeule, gesteuert durch das Klein- und Grosshirn, den Kopf in die Mitte des Koerpers zu bringen." Dieser Ausgleich wird als einfach- oder mehrfach-konvexe Skoliose bezeichnet.
Die naechsten Beschwerden und Erkrankungen sind nun programmiert: Saemtliche Muskeln verlassen die physiologische Laenge - "es gibt nur noch zu kurze und zu lange Muskeln" -, es kommt zu Fehlstellungen von Bandscheiben, Protrusion und Prolaps, Facettensyndrom, chronische Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsaeule oder auf einer Hueftseite, Muskelhartspann, Ischialgie, Bewegungseinschraenkung.
Mit der Begegnung mit einem Arzt faengt die Geschichte der Hock-Methode an. Er erzaehlt dem orthopaedisch ausgerichteten Heilpraktiker von Dieter Dorn und dessen Therapie, Hock bucht bei Dorn ein Seminar.
17 Jahre ist es her, dass Hock beginnt, in einer radiologischen Praxis Beweise zu finden: "Ich habe Patienten befundet, deren Becken geroentgt werden sollte; bei keinem dieser Patienten war trotz Beinlaengendifferenzen ein subluxiertes Hueftgelenk zu sehen", erklaert der Heilpraktiker. In der Anatomie der Universitaet Muenchen darf er weiter forschen.
Seine Therapiemethode, um Beckenschiefstaende aufzuheben, nennt er zuerst Dorn-Hock-Methode.
Seit fuenf Jahren ist das anders, als das Hock-Konzept geboren wird: "Wir haben in einem Team mit vier Physiotherapeuten an Methoden gearbeitet, wie wir bei der Behandlung der Wirbelsaeule von der stehenden Position des Patienten wegkommen."
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Mit jedem zu kurzen Muskel, erklaert der 60-Jaehrige, steigt der Innendruck in dem Gelenk, das dieser ueberspannt, "und damit die Gefahr, an Arthrose zu erkranken". Sein Ziel: Muskeln, die beweglich und dynamisch sind und damit der Gesundheit des Menschen am besten dienlich.
"Sein Fazit: Erst wird man steif, dann alt. Wer stattdessen dynamische Muskeln, also kraeftige und gedehnte Muskeln hat, hat im Leben vorgesorgt.
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